Harun Farocki

In dem TV-Dokumentarfilm »Gefängnisbilder« von 1999/2000 stellt Harun Farocki aktuellen Gefängnis- undÜberwachungsbildern Zitate aus der Filmgeschichte gegenüber und bezieht sich dabei inhaltlich auf die Philosophen Michel Foucault und Gilles Deleuze: „Das Kino fühlte sich immer schon von den Gefängnissen angezogen, heute sind die Gefängnisse voll von Videokameras zur Überwachung. Diese Bilder sind ohne Schnitt und Formatwechsel, ohne Verdichtung von Zeit und Raum und deshalb besonders geeignet, die Ereignislosigkeit auszudrücken, in die der Gefangene zur Strafe versetzt sein soll. Die Überwachungsbilder zeigen die Norm und rechnen auf eine Abweichung.“ (Harun Farocki)