Sabotage

Sabotage basiert auf dem Roman The Secret Agent von Joseph Conrad. Da Alfred Hitchcock diesen Titel bereits für seinen vorangegangenen Film verwendet hatte, änderte er den Titel in Sabotage. Er bearbeitete zusammen mit seiner Frau Alma und mit Charles Bennett die Vorlage jedoch so weit, dass wenig von der ursprünglichen Handlung übrig blieb.

Im Film spielt der Transport von gefährlich brennbarem Filmmaterial eine zentrale Rolle.

Die Szenenfolge, in der der Knabe das Paket, von dem er nicht weiß, dass sich darin eine Zeitbombe befindet, durch die Stadt transportiert und dabei die Zeit vertrödelt, ist die klassische Hitchcock’sche Suspense-Szene, anhand derer sich das Prinzip dieser Art, Spannung zu erzeugen, am plakativsten zeigen und erklären lässt. Als Fehler bezeichnete Hitchcock jedoch später immer wieder die Tatsache, dass er die Bombe tatsächlich explodieren ließ. Diese Szene wurde dem Film damals auch sehr übel genommen. Aus dramaturgischer Sicht war dieser Schockeffekt aber erforderlich, um Mrs. Verloc, die bald darauf ihren Ehemann ersticht, die uneingeschränkte Sympathie des Zuschauers zu sichern.

Sabotage spielt im Londoner East End und enthält einige wohlgesetzte autobiographische Anspielungen. Der Gemüseladen erinnert an den von Hitchcocks Eltern, das Kino an die von Hitchcock in seiner Jugend besuchten Kinos. Spencer und Mrs. Verloc besuchen Hitchcocks Lieblingsrestaurant. Manch weitere kleine Details des Straßenlebens sind von Hitchcocks Kindheitseindrücken inspiriert.

Der Film wurde übrigens im deutschen Fernsehen erstmals am 17. Oktober 1978 um 19.30 Uhr im ZDF gezeigt.